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Geschrieben von Welsschreck am 27.08.2019 um 15:58:

  3,5 Ibs Karpfenruten ausreichend für einen Welsdrill?

Willkommen

Ich habe da mal eine Frage an euch: Zum Karpfenangeln im Kanal und anderen Großgewässern verwende ich 13ft Ruten mit 14000er Rollen, die mit 0,20er geflochtene bespult sind.

Sollte mal ein Wels beißen (so bis 1,50m), kann ich mit dieser Rute (Corky) problemlos den Fisch ans Ufer drillen?
Ich will mit dieser Ausrüstung nicht gezielt auf Wels angeln, aber ich angle auch mit dieser Ausrüstung gerne auch mit kleinem Köfi und Wurm auf Quappe, Aal, Zander und Hecht.

Welse haben schon oft auch auf Pellets, Boillies und andere kleinere Köder gebissen, daher möchte ich wissen, ob ich mit diesem Tackle einem Wels Paroli bieten kann. Als Vorfächer nehme ich meist Kevlar mit minimum Tragkraft von 15 kg und als Hakengröße meist 2er.

Hindernisse im Wasser gibt es so gut wie gar nicht und ich fische nur vom Ufer.



Geschrieben von Dudi_Ausleger am 27.08.2019 um 16:15:

 

Nein, hör auf, lass das! Prost
Du kannst nie wissen was beisst und niemals die Größe beeinflussen - im schlimmsten Falle wirst du damit leben müssen, das ein Fisch samt Montage wegen dir irgendwo im Geäst verendet.

Sorry für die harten Worte, aber ich meine es nicht böse.

Im Kanal, mit kaum! Hindernissen und mittleren Größen (wobei immer wieder auch Größere dabei sein können!), fische ich 0.33mm Hautpschnur + 0.75mm Schlagschnur. Ich habe aber auch ein Boot.

Bitte nicht nachmachen, schon gar nicht ohne Erfahrung im Drill.



Geschrieben von Benni23 am 27.08.2019 um 16:22:

 

Zitat:
Original von Dudi_Ausleger
Nein, hör auf, lass das! Prost
Du kannst nie wissen was beisst und niemals die Größe beeinflussen - im schlimmsten Falle wirst du damit leben müssen, das ein Fisch samt Montage wegen dir irgendwo im Geäst verendet.

Sorry für die harten Worte, aber ich meine es nicht böse.

Im Kanal, mit kaum! Hindernissen und mittleren Größen (wobei immer wieder auch Größere dabei sein können!), fische ich 0.33mm Hautpschnur + 0.75mm Schlagschnur. Ich habe aber auch ein Boot.

Bitte nicht nachmachen, schon gar nicht ohne Erfahrung im Drill.


Und nur weil's Waller gibt und unter Umständen mal ein Größerer einsteigen könnte soll er jetzt mit 0.33er Geflecht und 0.75er Schlagschnur auf Karpfen, Aal, Hecht etc. fischen?

Was machen dann die Stipper? ;-)

Gruß



Geschrieben von jCR am 27.08.2019 um 17:09:

 

Hi,

ich möchte dudi Mal wiedersprechen.
Wenn du gezielt auf andere Fische angelst, dann richte dein tackle auch darauf aus!
Nur weil mit Beifang zu rechnen ist, muss man nicht mit welstackle stippen(um meinen Vorredner zu bestätigen).
Bei ausreichend Zeit und etwas Gefühl/Erfahrung solltest du auch Waller bis 1,50m landen können. Habe selber mit deutlich weniger schon Waller Al's Beifang gelandet, dabei ist Hektik und unüberlegtes Verhalten jedoch sehr hinderlich.

Vernünftige Karpfenleader und Vorfächer halten auch sehr lange den gefürchteten wallern stand!



Geschrieben von TJ. am 27.08.2019 um 21:25:

 

Hi
Fisch genau so wie bisher weiter wenn dir ein Wels einsteigt wirst du schon sehn was passiert. Kann gut gehn,weis man aber auch nicht. Son 1,50 sollte nicht das Problem sein bei guten Bedingungen wurden auch schon 2m+ Welse auf 0,30er mono gefangen(kenn ich selbst).

Nur weil eventuell mal ein Beifang einsteigen kann musst du nicht in xxl version Fischen.

Was auf jeden Fall ein absolutes NoGo ist. Wenn wer mit unterdimensioniertem Tackle fischt und dann aber 1mm vorfächer grose Haken oder xxl Köder verwendet.
Gruß Thomas



Geschrieben von JüFe am 27.08.2019 um 22:54:

  RE: 3,5 Ibs Karpfenruten ausreichend für einen Welsdrill?

"Sollte mal ein Wels beißen (so bis 1,50m), kann ich mit dieser Rute (Corky) problemlos den Fisch ans Ufer drillen? "

Möglicherweise.

Und was ist, wenn Deine Schnur einen Vorschaden hat oder ein 170cm Wels einsteigt?
Eher schlecht.

Hecht und Wels kriegst Du unter einen Hut: ordentliches Stahlvorfach oder gaaaanz dickes Mono + ab 0.30 geflochtene-

Zander Quappe? eher feines Gerät angesagt, also nicht vereinbar mit starken Wallern.

Aal: komsi - komsa.

Fazit: steigen Dir Waller auf Würmer ein, hast Du ein Problem. Vllt hilft selektivere Köder zu verwenden, Hecht+Waller= Köderfisch. Zander+Aal nur kleine Fisch-Fetzen.

Ich freue mich, dass Du Dir Gedanken machst und nachfragst!
Juergen



Geschrieben von Baitcaster am 27.08.2019 um 23:32:

 

Hallo,

wie Jürgen schon sagte: Schön, dass du dir Gedanken machst.

Ich habe schon kleinere Welse bis 1 m beim Aalangeln auf Würmer mit einer 5 m Teleskoprute und 0,33 m Schnur, sowie einen knapp über einen Meter an der Feederrute (0,14 mm geflochtene + 0,33 mm Vorfach) landen können. Beides Mal kein großes Problem.

Meine auch mal ein Video gesehen zu haben, in dem ein 2+ Fisch an einer 3,5 lbs Karpfenrute gelandet wurde, allerdings unter Zuhilfenahme eines Bootes.

Ich würde das Gerät auf den jeweiligen Zielfisch abstimmen. Natürlich kann immer ein Wels einsteigen, aber wie hier schon angemerkt wurde: Beim Stippen verwendet man i.d.R. ja auch keine 0,35er Schnur und Karpfen können da immer einsteigen.

Einen Mittelweg zu finden wird schwierig, da die Fischarten, die du nennst, gewichtsklassenmäßig zu weit auseinanderliegen.

Lg



Geschrieben von Hans Nöbauer am 28.08.2019 um 10:14:

 

Willkommen Ich hatte beim Zanderangeln mit leichtem Gerät 0,16er Geflecht schon Waller bis 170 cm gefangen und auch Fische die ich nicht zu Gesicht bekam verloren, deswegen ändere ich meine Ausrüstung zum Zanderangeln nicht. Wenn ich gezielt auf Waller angle ist es was anderes, da rücke ich dann mit schwerem Gerät aus. Prost



Geschrieben von Dudi_Ausleger am 28.08.2019 um 10:56:

 

Das macht natürlich jeder anders, weswegen man nicht streiten muss.

Ich bin da eher pragmatisch und zweckdienlich. Wenn öfter Waller gefangen werden und das nunmal der "worst case" ist, dann richte ich mich danach aus!

Ja, beim stationären Angeln auf Karpfen, Hecht oder Aal wird eine 0.33er Geflecht Hauptschnur ÜBERHAUPT NICHT stören, man wird die gleiche Anzahl Fische fangen und es werden sich auch keine anderen großen Nachteile einschleichen.

Das weiss ich, weil ich seit über 10 Jahren so fische und micht auch nicht erinnern kann, wann ich einen Fisch wegen Überbelastung oder Schnurbruch verloren hätte in der Zeit.

Wer aber 700m Schnur braucht um den See zu bepflastern, der hat in meinen Augen eh einen an der Waffel.


ps: Beim Zanderangeln im Welsgewässer nehme ich mit Boot bis 0.20er und habe noch nie schlechter gefangen. Beim Barschangeln nutze ich sogar im UL Bereich eine 0.12er - denn es knallen immer wieder große Rapfen drauf.



Geschrieben von Benni23 am 28.08.2019 um 11:38:

 

Zitat:
Original von Dudi_Ausleger
Das macht natürlich jeder anders, weswegen man nicht streiten muss.

Ich bin da eher pragmatisch und zweckdienlich. Wenn öfter Waller gefangen werden und das nunmal der "worst case" ist, dann richte ich mich danach aus!

Ja, beim stationären Angeln auf Karpfen, Hecht oder Aal wird eine 0.33er Geflecht Hauptschnur ÜBERHAUPT NICHT stören, man wird die gleiche Anzahl Fische fangen und es werden sich auch keine anderen großen Nachteile einschleichen.

Das weiss ich, weil ich seit über 10 Jahren so fische und micht auch nicht erinnern kann, wann ich einen Fisch wegen Überbelastung oder Schnurbruch verloren hätte in der Zeit.

Wer aber 700m Schnur braucht um den See zu bepflastern, der hat in meinen Augen eh einen an der Waffel.


ps: Beim Zanderangeln im Welsgewässer nehme ich mit Boot bis 0.20er und habe noch nie schlechter gefangen. Beim Barschangeln nutze ich sogar im UL Bereich eine 0.12er - denn es knallen immer wieder große Rapfen drauf.


Und was machst beim Barschangeln wenn Dir da ein Waller einsteigt? Soll der Feederangler ab jetzt von 0.20er Mono mit 0.18er Vorfach auf 0.35er Mono und 25 lbs Vorfächer umsteigen weil öfters Karpfen gefangen werden?

Ich halte es für sehr gewagt zu behaupten, dass sich völlig übertriebenes Gerät nicht auf die Fänge auswirken würde. Mag vllt. an Deinen Gewässern so sein, aber kann anderswo wieder völlig gegenteilig sein.

Gruß,
Benni



Geschrieben von Baitcaster am 28.08.2019 um 12:24:

 

Natürlich wird das jeder anders sehen...

Ich kenne sowohl Angler, die wegen der Welse beim Raubfischangeln generell stärkeres Gerät verwenden, als auch Angler, die so fein wie möglich auf den jeweiligen Zielfisch angeln.

Ich passe mein Gerät immer dem Zielfisch an. Bisher ist mir ein einziges Mal ein großer Wels an der leichten Zanderrute eingestiegen, an einer 0,12 er Geflochtenen hatte ich keine Chance. Das hatte ich aber einmal in sicher Zehn Jahren. Ob ich den an einer 0,20er rausbekommen hätte...eher nicht. (natürlich wäre die Chance minimal größer gewesen)

Andersherum hatte ich auch schon einen 70er Aal an der Wallerrute, 4/0 er Haken, 1mm Geflechtvorfach

Beim Stippen und Fliegenfischen kann ich allerdings ganz klar bestätigen, dass die Stärke des Materials einen gewaltigen Unterschied machen kann, gerade an viel beangelten Gewässern!

Letztlich muss man immer abwägen und nicht zuletzt hängt es auch vom Gewässer und dem Welsbestand ab. Auch, ob man vom Boot angelt und dem Fisch evtl. entgegenfahren kann...

Gruß



Geschrieben von nosta am 28.08.2019 um 14:26:

 

Hi
Grundsätzlich finde ich das Gerät zu schwach, aber wenn es sich beim waller um einen Beifang handelt absolut ok. Man kann nicht auf alles eingestellt sein.
Habe z.b. bei mir am teich gefischt und wollte gründlinge mit einem 16er haken fangen und hatte nen schönen stör dran. Natürlich keine Chance. Hätte mit ganz anderen Geräten fischen müssen um eine Chance zu haben, aber nur weil es sein könnte das will ich mir den spass am angeln nicht verderben lassen.... .



Geschrieben von Welsschreck am 28.08.2019 um 16:05:

 

Danke für eure Beiträge! Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als Jugendlicher am Mittellandkanal zwischen einem Schilfgürtel mit Maden, einem 14er Haken und 0.15er Vorfach gestippt habe.

Darauf biß (um die Mittagszeit) ein großer Aal, den ich zwar herausheben konnte, aber dann abfiel (leider neben meinen Setzkescher).
War ja nicht eine Aal-angepasste Ausrüstung. Das ist mir so bisher nur 1x in 10 Jahren angeln passiert...

Ich verfolge immer die Hitparaden gefangener Fische im Blinker, F&F und der Angelwoche. Am meisten interessiert es mich, worauf Waller so gebissen haben. Viele waren wohl auch Beifänge beim Karpfenangeln, da sie auch auf klassische Karpfenköder wie Boilies, Insektenlarven, Würmer usw. gebissen haben.

Das kommt ebenso vor, wie große Karpfen auch Fingerlange Köfis nehmen (hatte ich schon 3x).
Ich fische auf Karpfen nur im Freiwasser, an Hindernissen wie Treib- oder Fallholz nehme ich selbstverständlich stärkeres Tackle (mindestens 0,40er Mono oder ab 0,28er geflochtene.

An unserem Fluß gibt es Stellen, wo ich das Gefühl habe, das Hecht und Wels zusammen Unterstände bewohnen. Da wäre es natürlich absolut unverantwortlich und nicht waidgerecht, wenn dort mit zu schwachem Zeug geangelt wird.

Auf einem Jugendzeltlager von meinem damaligen Verein hat ein älterer Angler auf Tauwurm auf Grund einen 25-Pfündigen Hecht gefangen, der war auch nicht der Zielfisch! Der Haken saß im Maulwinkel, deshalb hatte die Mono keinen Kontakt zu den Zähnen und könnte so nicht aufgerauht werden und so reißen.
Ich habe mir angewöhnt, zum Grundangeln Rollen mit mindestens 4000er bis 6500er Größe einzusetzen.
Marken wie PENN und DAIWA bedeuten für mich Qualität und Leistung, wenns darauf ankommt. Deshalb verwende ich diese auch.

Ich nehme beim Nachtangeln grundsätzlich stärkeres Gerät als am Tage und bin bis jetzt ganz gut damit gefahren. Selbst Zander stören sich nicht an grobem Zeug, obwohl man in den meisten Angelmagazinen meistens das Gegenteil liest.

Lieber fange ich andere Fischarten mit etwas gröberen Zeug, als meinen 1. "anständigen" Wels zu verlieren!



Geschrieben von Baitcaster am 28.08.2019 um 23:54:

 

- das mit den Aalen als Beifang auf Maden kenne ich auch, hatte ich schon öfter. Bisher konnte ich die Fische glücklicherweise meist landen. (waren aber keine Riesen...)

- Hitparaden verfolgen: durch Analyse der Tabellen ist denke ich kaum eine Aussage möglich. unterschiedliche Gewässer, selektive Auswahl von Fängen... Boilies ist unklar ob spezielle Wallerboilies oder Beifang beim Karpfenangeln; Würmer sind eher KEIN selektiver Karpfenköder, aber ein typischer Wallerköder

- PENN / DAIWA: kommt auf das konkrete Modell an. Man bekommt mittlerweile von fast allen Herstellern Rollen in unterschiedlichen Preissegmenten. Die Penn Spinfisher z.B. verwende ich gerne, Größe 8500 bzw. 950 (also das ältere Modell). Von DAIWA gibt es auch totalen Schrott...

- grobes Zeug: Ja, man fängt auch mit gröberem Zeug Fische. Aber um effizient einen Zielfisch zu fangen, sollte das Gerät meiner Meinung nach eben genau auf diesen abgestimmt sein, um die Chancen zu erhöhen.

Lg und schönen Abend!



Geschrieben von Albinowaller am 03.09.2019 um 21:01:

  RE: 3,5 Ibs Karpfenruten ausreichend für einen Welsdrill?

Zitat:
Original von Welsschreck
Willkommen

Ich habe da mal eine Frage an euch: Zum Karpfenangeln im Kanal und anderen Großgewässern verwende ich 13ft Ruten mit 14000er Rollen, die mit 0,20er geflochtene bespult sind.

Sollte mal ein Wels beißen (so bis 1,50m), kann ich mit dieser Rute (Corky) problemlos den Fisch ans Ufer drillen?
Ich will mit dieser Ausrüstung nicht gezielt auf Wels angeln, aber ich angle auch mit dieser Ausrüstung gerne auch mit kleinem Köfi und Wurm auf Quappe, Aal, Zander und Hecht.

Welse haben schon oft auch auf Pellets, Boillies und andere kleinere Köder gebissen, daher möchte ich wissen, ob ich mit diesem Tackle einem Wels Paroli bieten kann. Als Vorfächer nehme ich meist Kevlar mit minimum Tragkraft von 15 kg und als Hakengröße meist 2er.

Hindernisse im Wasser gibt es so gut wie gar nicht und ich fische nur vom Ufer.


Servus!

Sollte da ein Wels einsteigen und da gibt's tatsächlich keine Hindernisse,wirst du den vermutlich rauskriegen,dauert halt seine Zeit.Selbst mit "nur" ner 0,20er geflochtenen kannste da doch ordentlich ziehen!
Auch größere bekommst du vielleicht gelandet,dauert halt eben noch länger!
Passiert immer wieder,daß beim Fischen auf die eine Art ne andere,größere einsteigt.Der Fisch ist dann halt am Ende des Drills komplett übersäuert und braucht,sollte er zurückgesetzt werden,was man ja nicht darf,die eine oder andere Streicheleinheit,bis er wieder fit ist und selbst wegschwimmen kann!
Mir ist beim Feedern mit Maden,in der Strömung mal ein Spiegler mit 28 Pfd. eingestiegen.Material war ne 0,22er Mono und nen 0,20er Mono Vorfach!
Konnte den nach ner gefühlten Ewigkeit landen,danach waren der Fisch und ich zusammen ziemlich kaputt,aber das war ein unvergessliches Erlebnis!

Ciaociao


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